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Bericht unserer Reise nach Malaysia vom 1.3.06 bis 17.3.06 Diesen Urlaub mussten wir uns hart verdienen. Nach einer Stunde Flug wendete das Flugzeug plötzlich und kehrte wegen technischen Problemen zurück nach Zürich. Den ganzen Tag verbrachten wir mit Warten und Wein trinken an der Bar im Abfluggate. Am Abend kam dann die schon irgendwie erwartete Meldung dass unser Flug für heute gestrichen wurde und wir die Nacht im Hotel verbringen müssen. Viele Stunden und fast zwei Flaschen Wein später gingen wir ziemlich frustriert zu Bett. Da aber die Malaysia Airlines den ganzen Wein bezahlt hat konnten wir dann doch noch sehr gut schlafen *hicks*.
Redang ist eine kleine Insel im Nordosten von West-Malaysia. Der Bootstransfer ab Merang bei Kuala Terengganu dauert ca eine Stunde. Die hügelige Insel ist fast vollständig mit Regenwald bewachsen und es gibt nur sehr wenige Einwohner. In den wunderschönen Buchten rund um die Insel haben sich einige Resorts angesiedelt welche fast ausschliesslich nur übers Wasser erreichbar sind. Wir fuhren an den ca 1,5 km langen Pasir Panjang Long Beach wo sich auch unser Laguna Redang Island Resort befindet. Das Hotel ist im klassischen malaiischen Baustil errichtet und 2004 eröffnet worden. Es ist mit seinen 212 Zimmern das (noch) grösste Resort an diesem Strand. Da die Insel international noch nicht so bekannt ist, wie beispielsweise Langkawi, sind nur selten Europäer anzutreffen. Hauptsächlich einheimische Touristen nutzen die 3-Tages-All-Inklusiv-Angebote der Resorts und wie es sich für asiatische Touristen gehört wird immer alles in grossen, sehr grossen Gruppen unternommen. Täglich werden für die geführten Schnorchelausflüge mehrere 100 Asiaten gleichzeitig in roten Schwimmwesten auf die Boote gepfercht und zu Nachbarinseln gefahren. Die Hauptbeschäftigung neben dem Schnorcheln ist aber das Essen und das nicht zu knapp. Drei mal täglich wird im Buffetrestaurant reingehauen was das Zeug hält. Dazu aber später noch mehr. Grosser Vorteil für uns: Da sich ständig fast alle asiatischen Touristen auf Schnorchelausflügen, beim Essen oder beim Ein- und Auschecken befanden hatten wir oft das Gefühl völliger Einsamkeit. Nicht selten hatten wir den gesamten Strand nur für uns. Ach ja der Strand... Hatte ich schon erwähnt dass der Strand postkartenmässig perfekt war? Weisser Sand fein wie Puder und glasklares 27 Grad warmes Wasser. Wir organisierten unsere eigenen Schnorchelausflüge, nur zu zweit und ohne Schwimmwesten. Man brauchte nicht weit nach draussen zu schwimmen um die Artenvielfalt der Fische und Korallen zu bestaunen. Jede Menge Drückerfische, Soldatenfische, Flötenfische, Trompetenfische, Kugelfische, Fledermausfische, Clownfische und sogar Riffhaie tummelten sich nur wenige Meter vom Strand entfernt. Auf meinen Tauchausflügen konnte ich zudem noch riesige Barrakudaschwärme, Muränen und Turtles antreffen. Tauchen ist sehr günstig und wird von allen Resorts angeboten (ca 23 Euro pro Tauchgang inkl. Ausrüstung). Ausserdem ist man oftmals nur zu zweit mit dem Tauchguide unterwegs da Tauchen nicht im 3-Tages-Arrangement der einheimischen Touries enthalten ist. Drei mal sind wir zu Fuss auf die andere Seite der Insel gepilgert. Der Trampelpfad beginnt gleich hinter dem Coral Redang Island Resort und führt entlang eines Stromkabels durch den Dschungel. Auf dem abenteuerlichen Trip durch den Regenwald trifft man auf allerlei Getier wie zB Schlangen, Leguane, Termiten, exotische Vögel und sogar Affen. Das Gezirpe von Grillen und anderen Insekten klang wie eine schrillende Sirene und war so laut dass es einem schon etwas Respekt einflösste. Tipp: Wasser mitnehmen denn man schwitzt sich fast die Eingeweide raus. Nach gut einer Stunde kamen wir auf der anderen Seite an und spätestens dann wussten wir dass sich die Strapazen gelohnt haben. Vor uns lag ein menschenleerer, weisser Sandstrand in einer Bucht mit fast kitschig wirkendem türkisblaum Wasser. Einfach unbeschreiblich schön! Von den vielen Touristen auf der Insel werden nur ein paar wenige diesen atemberaubenden Anblick geniessen können weil der Pfad offenbar noch als Geheimtip gilt. Selbst wenn sie es wüssten würden die von Stress geplagten 3-Tages-Touristen wohl eher das Buffet im Hotel vorziehen denn ein Restaurant sucht man hier vergeblich.
Nun noch ein Wort zum Essen. Am ersten Abend haben wir uns im Buffetrestaurant im ersten Stock des Laguna Resorts eingefunden und waren schockiert. Alle, wirklich alle asiatischen Gäste frassen sich durch das Buffet als wäre es ihre Henkersmahlzeit. Von romatischem Inselfeeling keine Spur. Die Tische waren überladen mit allem was das Buffet hergab. Allein mit den "Resten" die nach dem Essen auf jedem Tisch verstreut waren hätte man bei uns ganze Familien ernähren können. Das schlimme ist, dieses Ritual wurde drei mal täglich zelebriert. Keine Ahnung woher diese verschwenderische Esskultur stammt. Der erste Stock war für uns von nun an jedenfalls tabu. Am 15. März packten wir unsere Koffer und flogen zurück nach Kuala Lumpur. Nachdem wir uns im Swiss Garden Hotel einquartiert hatten zogen wir gleich los um die Stadt zu erkunden. Als erstes besuchten wir das etwa 400 Meter entfernte Times Square an der Jalan Imbi. Ein 15-stöckiges Einkaufscenter mit über 900 Geschäften, 45 Restaurants, 3D-IMAX Kino und sogar ein kompletter Indoor-Themenpark mit Achterbahn. Alleine hier hätten wir die nächsten zwei Tage locker durchgebracht. Da KL aber noch ein paar andere Highlights zu bieten hat sind wir mit der Monorail bis zur Station Buktit Nanas gefahren. Nach etwa 800 Meter Fussmarsch standen wir dann vor den Petronas Twin Towers. Ein imposanter Anblick von dem wir uns fast nicht mehr losreissen konnten. Besonders nachts wirkt das 451 Meter hohe Ungetüm durch die effektvolle Beleuchtung wie die Landung eines überdimensionalen Raumschiffes. Den Abend verbrachten wir im angrenzenden Park und in einem der vielen Restaurants rund um die Towers. Besonders zu empfehlen ist die Stars Oyster and Sushi Bar in der man wegen der vielen Ventilatoren trotz schwülster Hitze gemütlich im freien Sitzen kann und die Speisekarte alles bietet was das Herz begehrt. Zu späterer Stunde sind wir noch auf einen Schluck Rotwein in die Jalan Bukit Bintang gefahren. DIE Ausgehmeile der Stadt! Malaysia ist eine Reise wert. Wir kommen wieder. Selamat tinggal !!! |
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